Anke Lettau (WBA Thüringen): Herzlich Willkommen zum ersten Podcast „Gute Beispiele aus der Praxis“ der Weiterbildungsagentur Thüringen. Mein Name ist Anke Lettau, ich bin Koordinatorin der WBA. Wir möchten zeigen, was genau hinter unserer Arbeit steckt. Heute begrüße ich Susan aus der Nähe von Arnstadt. Schön, dass du da bist! Du berichtest uns heute von deinen Erfahrungen mit der „Berufsberatung im Erwerbsleben“.
Susan: Vielen Dank! Ich hatte bereits früher gute Erfahrungen mit der Beratung bei der Agentur für Arbeit gemacht. Deshalb habe ich mich jetzt wieder an sie gewandt, um zu schauen: Passt mein jetziger Job noch zu mir oder gibt es Optimierungsmöglichkeiten?
Anke Lettau: Magst du dich kurz vorstellen?
Susan: Ich bin Susan, 53 Jahre alt. Ich habe die Beratung genutzt, um meine berufliche Situation neu auszurichten und zu prüfen, wohin ich mich weiter orientieren kann.
Anke Lettau: Wie kam der Kontakt zustande und wie lief die Beratung ab?
Susan: Ich habe mir online einen Termin gebucht. Beim Erstkontakt hat der Berater mit mir geschaut, was möglich wäre, und mir „Hausaufgaben“ aufgegeben. Zwei Wochen später hatten wir einen sehr intensiven Termin. Wir haben alle meine Fähigkeiten und die Zukunftsfähigkeit meines angestrebten Berufs analysiert. Danach habe ich Bewerbungen geschrieben und bereite nun sogar eine Selbstständigkeit vor.
Anke Lettau: Ihr habt dabei nicht nur regional geschaut, richtig?
Susan: Genau. Da meine Kinder aus dem Haus sind, war ich offen für überregionale Stellen. Die Berufsberatung hat mir eine Bandbreite aufgezeigt, die Freunde oder Familie so nicht leisten könnten.
Anke Lettau: Gab es einen Punkt, der dich besonders überrascht hat?
Susan: Die fachliche Bandbreite des Beraters und die Neutralität. Er hatte den Überblick über alle Branchen. Das hat mich am meisten beeindruckt.
Anke Lettau: Würdest du die Beratung weiterempfehlen?
Susan: Definitiv. Ich habe bereits drei oder vier Personen vermittelt. Viele Menschen hadern mit ihren Lebensphasen oder sehen im aktuellen Job keine Zukunft. Ich gehe da als Vorbild voran und zeige: Man kann sich neu sortieren.
Anke Lettau: Wie sieht deine Situation jetzt aktuell aus?
Susan: Ich stecke in Bewerbungsgesprächen für passende Stellen. Parallel baue ich meine Selbstständigkeit auf – ein Potenzial, das erst durch die Berufsberatung als „blinder Fleck“ aufgedeckt wurde.
Anke Lettau: Was rätst du Menschen, die noch unschlüssig sind?
Susan: Einfach mutig sein und es probieren! Statt stundenlang zu Hause zu grübeln: Termin buchen, hingehen und danach entscheiden, ob es passt.
Anke Lettau: Vielen Dank an dich und alles Gute für deinen Weg!
